Was Sie über U-Haft wissen sollten


Was bedeutet Untersuchungshaft?

Bei der Untersuchungshaft (kurz: U-Haft) handelt es sich um die schärfste Zwangsmaßnahme des Staates zur Sicherung des Strafverfahrens. Ihr geht regelmäßig eine Festnahme des Betroffenen durch die Polizei oder Staatsanwaltschaft voraus.

Für den Betroffenen, dessen Schuld noch gar nicht rechtskräftig festgestellt ist, bedeutet die Anordnung der U-Haft einen extremen Einschnitt in dessen grundrechtlich gesicherten Freiheitsanspruch. Aus diesem Grund müssen die rechtsstaatlichen Prinzipien, insbesondere das Beschleunigungsgebot, beachtet werden.

Wann kann Untersuchungshaft angeordnet werden?

Grundsätzlich sind für die Anordnung der U-Haft drei Voraussetzungen erforderlich:

  1. Es muss gegen Sie ein dringender Tatverdacht vorliegen.
  2. Es muss ein Haftgrund gegeben sein.
    Dies ist der Fall bei Flucht oder Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr, Wiederholungsgefahr oder dem dringenden Verdacht, eine besonders schwerwiegende Tat begangen zu haben (z.B. Mord, Totschlag, schwere Körperverletzung).
  3. Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt sein.

Darüber hinaus bedarf es gewisser Formerfordernisse, die bei der Anordnung der U-Haft beachtet werden müssen:

  1. Es muss ein schriftlicher Haftbefehl vorliegen, dessen Inhalt gesetzlich vorgeschrieben ist.
  2. Der Haftbefehl muss von dem im Einzelfall zuständigen Gericht erlassen worden sein.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich gegen die Anordnung der Untersuchungshaft zu wehren?

  1. Antrag auf Haftprüfung
  2. Einlegung der Haftbeschwerde

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